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Hohe Kosten durch Treppenstürze

Für die Behandlungskosten eines Treppensturzes bezahlen unsere Krankenkassen bzw. Berufsgenossenschaften im Durchschnitt 4.480 Euro. Erfasst sind hier alle Treppenstürze, nach denen der Verletzte einen Arzt aufgesucht hat. Oft sind es glücklicherweise nur kleine Verletzungen wie Prellungen, die zwar schmerzhaft sind, aber kostenmäßig nicht besonders ins Gewicht fallen. Demgegenüber stehen leider auch schwerste Verletzungen, die teure Operationen zur Folge haben. Insgesamt wurden im Jahr 2010 in Deutschland 929.000 Menschen behandelt, die sich bei einem Treppensturz verletzt haben. Summiert man alle Behandlungskosten auf, kommt man auf einen Betrag von 4,1 Mrd. Euro. Um die Zahl etwas anschaulicher zu machen: Lediglich fünf von dreißig Dax-Unternehmen haben 2010 mehr als
4,1 Mrd. Euro Gewinn nach Steuern erwirtschaftet.

 

Die Daten (siehe Grafik unten) stammen von der SUVA (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, vergleichbar mit den Berufsgenossenschaften), die jeden einzelnen Arztbesuch erfasst und einer Unfallart zuordnet. Die Daten für Deutschland bzw. Österreich sind Hochrechnungen mit den Annahmen:

 

Ähnliche Bevölkerungsstruktur

Die Anzahl der Treppenstürze in Deutschland/Österreich und Schweiz ist vergleichbar

Vergleichbare Gesundheitssysteme

Umrechnungskurs 1 Euro = 1,25 CHF

 

In der Schweiz wurde aufgrund dieser immensen Kosten das Programm „stolpern.ch“ aufgelegt. Es soll helfen, bis zum Jahr 2014 die Zahl der Stolper- und Sturz‧unfälle um 5 % zu reduzieren und dadurch 82,2 Millionen Franken einzusparen.

 

Weitere Informationen zur Vermeidung von Treppenstürzen finden Sie unter
www.safety-stripes.com