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Psychosoziale Faktoren bei Rückenschmerzen von Beginn an berücksichtigen

Die neue, vollständig überarbeitete Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) betont die Bedeutung psychosozialer und arbeitsplatzbezogener Faktoren für die Entstehung, Aufrechterhaltung und Chronifizierung von Kreuzschmerzen stärker als bisher.

Psychosoziale Risikofaktoren wie Belastungen im persönlichen Umfeld des Patienten, Schwierigkeiten mit der Familie oder am Arbeitsplatz sollen gemäß der überarbeitete Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) von Beginn der Therapie an – und nicht erst nach vier Wochen anhaltender Schmerzen – erfragt und berücksichtigt werden, berichtet die Bundespsychotherapeutenkammer. Bei nicht eintretendem Therapieerfolg sollen diese dann systematisch mit Fragebögen erhoben werden.

 

Zudem soll Patienten bereits nach sechs Wochen anhaltender Rückenschmerzen eine multimodale Therapie, die Schmerz-, Psycho- und Bewegungstherapie kombiniert, angeboten werden.

 

Für die zweite Auflage der NVL „Nicht-spezifischer Kreuzschmerz" wurde die Leitlinie zwischen März 2015 und März 2017 überarbeitet. Ziel der NVL ist es, die Versorgung von Menschen mit nicht-spezifischen Kreuzschmerzen zu optimieren. Die Bundespsychotherapeutenkammer war an der Überarbeitung der NVL beteiligt und wurde in der Expertengruppe durch Prof. Dr. Monika Hasenbring vertreten.

 

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Nicht-spezifischer Kreuzschmerz, 2. Auflage, kann hier eingesehen werden.

 

www.bptk.de

 

 

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